GESCHICHTE

Seit über 150 Jahren gestaltet der Bachverein Düsseldorf das musikalische Leben der Stadt Düsseldorf mit.

Gruppenbild mit Mitgliedern des Bachvereins auf Zuschaeuermpore

Der traditionsreiche Chor wurde bereits im Jahr 1870 von dem damaligen Düsseldorfer Musikdirektor Wilhelm Schauseil gegründet und konnte in dieser Zeit namhafte Mitwirkende wie Clara Schumann oder Lilli Lehmann verzeichnen.

Nach einer kriegsbedingten Unterbrechung erlebte der Chor ab 1919 eine Neubelebung unter der Leitung von Joseph Neyses, dem späteren Direktor des Robert-Schumann-Konservatoriums. Er prägte das Chorprofil 56 Jahre lang. In dieser Zeit brachte der Chor insbesondere Werke der frühbarocken und barocken Epoche in damals noch wenig verbreiteten authentischen Interpretationen zur Aufführung. So konnte der Bachverein bedeutende Aufführungen gestalten, beispielsweise unter Mitwirkung von Peter Pears, Hermann Prey und Dietrich Fischer-Dieskau.

Im Jahr 1976 übernahm der Musikwissenschaftler Hans-Josef Irmen die musikalische Leitung des Chores und erweiterte das Repertoire um oratorische Werke der Romantik.

Nach einer sehr kurzen Phase unter der Leitung Wolfram Fürlls in den Jahren 1985–1988 wurde das Profil des Chores von 1989 bis Juni 2021 durch Thorsten Pech geprägt, unter dessen künstlerischer Leitung sich der musikalische Schwerpunkt wieder in Richtung der Erarbeitung und Aufführung, teils auch Uraufführung, anspruchsvoller A-cappella-Werke aller Epochen verschoben hat.

Seit August 2021 hat Alexander Niehues die künstlerische Leitung inne. Er will das Profil des Bachvereins insbesondere im Bereich der A-cappella-Musik weiterentwickeln. Im Vordergrund stehen bei ihm die klangliche Differenziertheit und Ausgewogenheit sowie die Schärfung der dynamischen Bandbreite. Daneben werden weiterhin Kantaten, Messen und Oratorien zur Aufführung kommen.